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Wissenschaftliche Daten machen OP-Verfahren noch sicherer

Pressemitteilung |

Wissenschaftliche Daten machen OP-Verfahren noch sicherer
Die Chirurgen Dr. Thomas Plettner (li.) und Dr. Viktor Nagy setzen bei der Weiterentwicklung von OP-Verfahren am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) auf wissenschaftliche Datenerhebungen im Rahmen einer bundesweiten Studie. (Quelle: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Andrea Bergert)

Dem Hernienzentrum am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) wurde die Auszeichnung „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ verliehen. Die chirurgische Fachgesellschaft Herniamed berücksichtigt bei der Verleihung dieses Qualitätsiegels sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse, als auch die Anwendung modernster Operationstechniken in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie.

Als Hernien oder Brüche werden Verlagerungen von Eingeweiden, zum Beispiel dem Darm, aus der Bauchhöhle nach Außen vor die Bauchwand durch eine angeborene oder erworbene Öffnung bezeichnet. Dabei wölbt sich das Bauchfell als sogenannter Bruchsack in das Unterhautfettgewebe, unter die Haut oder in den Hodensack vor – ein chirurgischer Eingriff kann dieses medizinische Problem beheben. Hernien als Krankheitsbild sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Dementsprechend viele Krankenhäuser bieten eine chirurgische Therapie an. Den Experten des Hernienzentrums am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara war es wichtig, die angebotenen Therapien einem Qualitätscheck zu unterziehen und die Operationstechniken auf der Basis wissenschaftlicher Daten weiter zu verbessern.

Dr. Thomas Plettner, Oberarzt und Leiter des Hernienzentrums, erläutert: “Zu Beginn dieses Jahres haben wir uns der Qualitätssicherungsstudie von Herniamed angeschlossen und bringen seitdem in Rücksprache mit unseren Patientinnen und Patienten unsere ambulanten und stationären Fälle ein. Die Studie hilft uns, da sie eine unabhängige Beurteilung unserer chirurgischen Tätigkeit darstellt. Insbesondere im Rahmen von standardisierten Nachuntersuchungen können wir verschiedene Daten verfolgen, im Langzeitverlauf sehen und überprüfen. Für unsere Patienten bedeutet dies, dass sich unsere operationstechnischen Verfahren ständig weiterentwickeln und ein Höchstmaße an Sicherheit erzielt wird.“ Ab einer bestimmten Anzahl von Fällen, so der Zentrumsleiter, kann das Herniamed-Qualitätssiegel beantragt werden. Über die Vergabe entscheiden zum Beispiel die Komplikationsarmut, eine jeweils leitliniengerechte Therapie und eine überzeugende Ergebnisqualität. Ein Jahr nach jedem Eingriff wird zudem die Komplikationsrate über die Nachuntersuchungen bewertet. Das Herniamed-Qualitätssiegel fußt auf bundesweiten Kriterien und ist nach der Verleihung für einen Zeitraum von zwei Jahren gültig. Dr. Thomas Plettner ergänzt: „In einem nächsten Schritt möchte sich unser Zentrum dem zertifizierten Verfahren der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie stellen. Unser erklärtes Ziel ist die Zertifizierung als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie.“ Um dieser nächsten Stufe näherzukommen, soll die Studienteilnahme in den kommenden Monaten ausgeweitet werden.

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